Leiterbahnen & Co
Tipps zur Platinenherstellung

Der Elektronikfachhandel bietet Ätzsets und Zubehör in großer Vielfalt an, alles nicht ganz billig und gelegentlich etwas umständlich in der Handhabung. Das beginnt bei der Layoutfolie: Selbst teure OverHeadProjektions-Folien aus Fotokopierern und Laserdruckern sind nicht lichtdicht genug, man muss mindestens zwei identische Folien zum Belichten aufeinander legen. Ein Umkopieren auf Planfilm erfordert ein kleines Fotolabor. Ätzen mit Eisen-III-Chlorid oder Ammoniumpersulfat heißt, sich in Geduld zu üben, Wärmeplatten, viel Schmutz und einigen Ausschuss zu akzeptieren. Problematisch wird es bei der Entsorgung. Und wer gute Ätzergebnisse erzielen und keine Vergiftungen riskieren möchte, sollte schon wissen, was er denn da macht. Chemikalien erfordern überlegtes Handeln.
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Extra-Info / Update
Wenn man die Platine nach dem Ätzen nicht spült und wenn man danach den Fotolack nicht lösungsmittelfrei (mit feiner Stahlwolle oder "Topfputzling") entfernt, besteht die Möglichkeit, dass Ätzmittelreste mit einem Lösungsmittel in Berührung kommen. Verwendet man Salzsäure und Wasserstoffperoxid als Ätzmittel und Aceton als Lösungsmittel, besteht dann (bei ungespülter Platine) die Möglichkeit, dass das Aceton mit dem Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel unter Einwirkung der Salzsäure als Katalysator Acetonperoxid bildet, das wie viele organische Peroxide explosionsgefährlich ist.
Um jedes Risiko auszuschließen, sollte man in Verbindung mit Salzsäure und Wasserstoffperoxid als Ätzmittel Aceton als Lösungsmittel nicht verwenden oder noch besser ganz auf Lösungsmittel verzichten und den restlichen Fotolack mit besagtem Topfputzling entfernen.
Leserbrief:
mit Interesse habe ich Ihren Artikel über Platinenherstellung (Elektor 9/2002) gelesen. Ich habe nun einige Tests zur Herstellung der "Filme" mittels Tintenstrahldrucker und einer geeigneten Folie durchgeführt und das Ergebnis ist gut. Jedoch war ich vorher gewohnt, das Gesetz der Reprotechnik "Schicht auf Schicht", also Filmschicht auf Fotoschicht anzuwenden, um Lichtunterwanderung durch die Folien- oder Filmstärke zu vermeiden. Ihre Layouts sind alle im PDF-Format positiv abgebildet. Um die Tintenseite der Folie direkt auf die Schicht der Platine zu bringen, müsste ich aber gespiegelt drucken. Der Acrobat lässt das nicht zu und eine Änderung über die Zwischenablage und ein Grafikprogramm bringt keine brauchbaren Ergebnisse. Was kann ich hier tun?
Willi Lich
Bei einigen Druckertreibern ist es zwar möglich, eine Vorlage gespiegelt zu drucken, aber damit ist das Problem nicht generell gelöst. Wir haben daher schon vor längerer Zeit damit begonnen, die Layouts auf unserem Site sowohl gespiegelt als auch ungespiegelt zum Download bereitzustellen. Seit Januar dieses Jahres ist das bei allen Layouts der Fall.
Leserbrief:
Zur Herstellung von Belichtungsvorlagen für einseitige Prints hat sich bei mir seit Jahren folgendes Verfahren bewährt:
Ich drucke mit einem Laserdrucker den Entwurf auf normales Papier. Anschließend kopiere ich die Vorlage mittels eines Photokopierers auf eine normale photokopierbare Overheadfolie. Der Kontrast sollte dabei möglichst dicht eingestellt werden, aber nur so dicht, dass die freien Flächen noch wirklich völlig frei sind. Anschließend übermale ich die gesamte Folie auf der Tonerseite relativ kräftig mit wasserlöslicher schwarzer Tusche. Nachdem die Tusche eingetrocknet ist, wische ich sie mit einem feuchten, möglichst weichen Tuch wieder ab. Von den freien Flächen lässt sich die Tusche abwaschen, an den rauen Stellen, an denen der Toner aufgebrannt ist, bleibt die Tusche jedoch haften. Dieses Verfahren ergibt absolut lichtdichte Vorlagen.
Für die Vorlagen von etwas größeren zweiseitigen Platinen eignet sich das Verfahren allerdings nicht ganz so gut, da sich die Overheadfolien etwas verziehen und daher die Deckungsgenauigkeit nicht mehr hoch genug ist. Für diesen Fall bietet Conrad (leider sehr teure) Spezialfolien an. Diese sind von Haus aus hinreichend lichtdicht und verziehen sich auch kaum.
Josef Bäcker
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